Die Kandidat*innen der IG Geschichte

Die Institutsgruppe Geschichte ist eine offene, basisdemokratische Gruppe (Basisgruppe) die sich alle zwei Jahre für die Studienvertretung Geschichte bewirbt. Wir gestalten unsere Arbeit nach unseren gesellschaftspolitischen Grundsätzen, die wir als unerlässlich für eine ernsthafte Vertretung erachten. Unser Plenum ist das zentrale Entscheidungsgremium bei dem wir das Wichtigste der Woche besprechen. Alle anwesenden Personen sind rede- und entscheidungsberechtigt, somit garantieren wir Transparenz und einen offenen Zugang zu den universitären Selbstverwaltungsorganen für alle Studierenden.

Stellvertretend für die Gruppe bewerben sich alle zwei Jahre fünf Personen um die Mandate der Studienvertretung, die es uns ermöglichen weiterhin hierarchielos und basisdemokratisch die Studierenden der Geschichte zu vertreten. Damit keine Hierarchien um Einzelpersonen entstehen tritt auch stets keine Person zwei Mal hintereinander an. Wir freuen uns sehr, euch unsere diesjährigen Kandidat*innen vorstellen zu drüfen (geordnet nach Position am Wahlzettel):

Timotheüs Bliek

Ich bin Timotheüs Bliek und studiere seit diesem Semester Geschichte im Master, nachdem ich an der Uni Wien das Bachelorstudium Geschichte abgeschlossen habe. Dass ich in Wien studiere, ist ein Zufall, die Liebe hat mich 2017 von Rotterdam hierher geführt. Jedoch liegt mir die Uni Wien nach mehr als drei Jahren Studium sehr am Herzen.

 

Mir ist durchaus bewusst was für ein Privileg es ist, dass ich als EU-Bürger ohne Hürden in Österreich studieren kann. Eine meiner Ziele und meinen persönlichen Zugang zur Bildungs- und Universitätspolitik ist ein uneingeschränkter Zugang und ein Recht und Möglichkeit auf Bildung für alle. Die Gesellschaft braucht gut ausgebildete und gebildete Menschen, um Unrecht und Ungleichheit auf alle Ebenen zu bekämpfen.

Keine Studiengebühren, kein Aufnahmeverfahren und weniger Leistungsdruck, jedoch mehr Bildung statt nur Ausbildung. Ich versuche u.a. mittels der Studienrichtungsvertretung Geschichte meinen Teil dazu beizutragen. Die Universität ist ein Teil von Wien und soll sich selbst auch als solches verstehen und nicht als Elfenbeinturm. Die Uni Wien mitten in und gemeinsam mit der Gesellschaft, ich kämpfe für einen freien Universitätszugang!

David Habermann

Teresa Luger

Hi, mein Name ist David Habermann und ich studiere den Master Zeitgeschichte und Medien. Zwar bin ich erst recht frisch bei der Institutsgruppe Geschichte, setze mich aber schon seit mehreren Jahren als Ersti-Mentor für die Vernetzung von Erstsemestrigen ein. Allerdings sollte der interpersonelle Austausch da nicht aufhören, denn das einander Kennenlernen ist ein wesentlicher Teil für ein erfolgreiches Studium. Eine vorgegeben Art und Weise gibt es da natürlich nicht. Die Grundlage für die Vernetzung muss von Studierenden für Studierende organisiert werden. Das alles machen wir gemeinsam in Form von Stammtischen, Happenings, Themenabende und vielem mehr! Denn die IG Geschichte steht als basisdemokratische Gruppe allen Studierenden offen. Im Gegensatz zu anderen Gruppen sind wir fraktionslos und nutzen unsere Arbeit nicht als politisches Sprungbrett. Wir setzen also wirklich nur für euch ein! Das möchte ich auch beweisen, in dem ich gemeinsam mit euch eine Basis für künftige Bekanntschaften lege.

Ich studiere zurzeit im letzten Semester des BA Geschichte und werde im Herbst mit dem Master beginnen. Seit September 2020 bin ich bei der Studienvertretung. Anfangs bestand meine Motivation nur darin, Studis eine Möglichkeit zu bieten sich zu vernetzen und kennenzulernen, was vor allem im letzten Jahr immer schwieriger wurde. Geblieben bin ich außerdem, da ich erkannt habe, wie wichtig es ist laut die Stimme der Studierenden  in der Universitätspolitik zu vertreten, etwa in Berufungskommissionen von neuen Professuren oder in beratenden Gremien der Institute. Als nicht-binäre trans Person setze ich mich außerdem dafür ein, dass die Selbstbestimmung ausgebaut werden muss. Hierbei muss etwa das Geschlecht selbstständig auf u:space verändert werden können. Auch müssen die Lehrenden verstehen, dass ein diverser Studienkörper in ihren Lehrveranstaltungen mitwirkt. 

Durch die Veränderungen in den letzten Jahren wurde es immer schwieriger zu studieren: zusätzliche finanzielle Lasten durch den Abbau der Familienbeihilfe, verpflichtender “Studienerfolg” und Studiengebühren haben schwere psychische Belastungen zur Folge. Die Regierung ignoriert durch die Einführung der UG-Novelle inmitten der Corona-Krise gekonnt die wachsenden psychischen Belastungen und Existenzängste der Studierenden. Meine Forderung ist: Studieren muss zugänglicher gemacht werden. Wir Studierenden bilden die größte und vielfältigste Gruppe an der Universität! Dennoch werden unsere Stimmen gezielt von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen und bereitwillig überhört. Dagegen kämpfe ich! 

Chiara Seidl

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Mein Name ist Chiara Seidl und ich bin im 4. Semester meines Bachelor Lehramtsstudiums Geschichte und Englisch. Bei der Institutsgruppe Geschichte bin ich zwar erst seit kurzem, aber ich habe schon sehr viele Erfahrungen sammeln dürfen. Die Beratung von Student:innen, die wöchentlichen Plenumstreffen und die Journaldienste machen nicht nur Spaß, sondern machen mich auch zu einem besseren Mitglied der jetzigen Studienvertretung.

 

An der Universität Wien möchte ich mich vor allem für behinderte Menschen stark machen. Da ich selber behindert bin, weiß ich aus erster Hand wie es ist, mit Barrieren konfrontiert zu sein und auch wie man am besten dagegen vorgehen kann. Unsere Universität soll nämlich für alle zugänglich sein - egal ob psychisch oder physisch krank.

Anneta Trimis

Ich studiere derzeit im zweiten Mastersemester Historische Hilfswissenschaften und Archivwissenschaft sowie Angewandte Linguistik. Schon während meines Bachelorstudiums in Tübingen habe ich mich bei der Studienvertretung und in verschiedenen Gremien engagiert. In Wien bin ich seit Oktober 2020 inskribiert und seitdem Teil der Institutsgruppe Geschichte. Da der universitäre Raum hier stärker politisiert ist, kann ich klassische Studienvertretungsarbeit direkt mit meiner politischen Arbeit verbinden. Die Universität sollte für jeden Menschen, gleichermaßen zugänglich und zu bewältigen sein, familiäre Verhältnisse oder aus der Gesellschaft geschaffenen Konstrukte dürfen keine Hindernisse darstellen. Weshalb es wichtig für mich ist, gegen jegliche Form von Diskriminierung, Rassismus und Exklusion zu stehen. Außerdem möchte ich Studierende mit Mehrfachbelastung, etwa einem Doppelstudium, beruflicher Nebentätigkeit oder mit Betreuungspflichten auch aus eigener Erfahrung heraus beraten und unterstützen.