ANTIABLESTISCH

Wir sprechen hier ausdrücklich von “behinderten Menschen” und verzichten auf jegliche Euphemismen (Menschen mit besonderen Bedürfnissen, eingeschränkte Menschen, Menschen mit Handicap). Das Wort “behindert” ist keine Beleidigung, es gibt nur leider Menschen, die sich das Recht herausnehmen, den Begriff als Beleidigung zu verwenden. Weiters verzichten wir auf den Ausdruck “Mensch mit Behinderung”, um sprachlich hervorzuheben, dass Menschen nicht behindert sind, sondern durch die fehlende Anpassung der Gesellschaft behindert werden. 

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Unter Ableismus versteht man die Diskriminierung und Benachteiligung von behinderten Menschen,  seien es körperliche oder psychische, Sinnes-, Sprach- oder Lernbehinderungen. Gerade behinderte Menschen leiden unter kapitalistischen, leistungsorientierten Strukturen, daraus resultiert unter anderem Existenzangst, Fremdbestimmung und psychische Gewalt. Behinderte Menschen sehen sich darüber hinaus mit Diskriminierung, Verharmlosung, Unterbezahlung und psychischen sowie psychischen Barrieren konfrontiert. Im Jahr 2015 gaben 18,4% der Befragten einer Studie eine dauerhafte Beeinträchtigung an. Das sind ungefähr 1,34 Millionen Menschen der österreichischen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren. Behinderte Menschen sind demnach eine der größten marginalisierten Menschengruppen, trotzdem ist die Mehrheit der Bevölkerung sich dessen nicht bewusst: es fehlt die Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit. Die Universität Wien soll für alle zugänglich sein, leider sind behinderte Menschen auch hier noch mit Barrieren konfrontiert. Fehlende Sitzmöglichkeiten für chronisch Kranke und wenig Rücksicht auf Menschen mit psychischen Erkrankungen sind zwei Barrieren von vielen, mit denen behinderte Menschen konfrontiert sind. Barrierefreiheit ist ein Recht und sollte kompromisslos durchgesetzt werden!

Quelle:

https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/gesundheit/gesundheitszustand/gesundheitliche_beeintraechtigungen/index.html