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ANTIKAPITALISTISCH

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Der Kapitalismus ist als Herrschaftssystem fundamental ungleich und undemokratisch. Die Konzentration des Kapitals bedeutet, dass ein würdiger und sicherer Lebensstandard für die Mehrheit der Gesellschaft nicht gesichert wird und gleichzeitig die Reichen (eine absolute Minderheit der Bevölkerung) Entscheidungsprozesse über unsere Wirtschaft und damit auch über unsere Politik bestimmen.

 

Ob es um Bildungsfragen, Militarisierung, Umwelt oder Lebenshaltungskosten geht – diese Entscheidungen bestimmen unsere Lebensbedingungen und Gesellschaft. Doch nicht die Interessen der Mehrheit werden bei diesen Entscheidungen vertreten, sondern die Interessen des Kapitals. Für uns bedeutet Antikapitalismus also unter anderem, wahrhaftig demokratische Entscheidungsprozesse einzufordern und zu fördern - auch durch unsere eigene basisdemokratische Arbeitsweise.

 

Die Ungleichheiten des Kapitalismus beeinflussen auch die Chancen und Lebensqualität von allen Personen in unserer Gesellschaft. Dazu gehört - für uns als Studierendenvertretung besonders relevant - auch der Zugang zur Bildung. Ein Bewusstsein für die soziale Ungleichheiten und dessen Konsequenzen in unserer Gesellschaft gehören also auch zu unserer Arbeitsweise dazu. Das bedeutet unter anderem, dass wir versuchen, Barrieren im Studium abzuschaffen und unterstützende Strukturen für alle Studierende zu schaffen, um die Effekte dieser sozialen Ungleichheiten soweit wir können zu mindern.

 

Kapitalistische Produktionsweisen und diskriminierende Gesellschaftsstrukturen prägen und reproduzieren sich auch gegenseitig, deshalb sind unter anderem Queerfeminismus, Antirassismus und Antiableismus für uns unerlässliche Teile der Kapitalismuskritik (und umgekehrt ist auch die Kapitalismuskritik ein unerlässlicher Teil dieser Grundsätze). Es ist uns auch wichtig, Kapitalismus als globales System aufzufassen und postkolonial zu betrachten, denn globale Ungleichheit ist auch eine fundamentale Eigenschaft dieses Systems. Der Kapitalismus und dessen endloses Wachstum sind außerdem die treibende Kraft hinter dem Klimawandel und zerstören damit die Grundlage menschlichen Lebens. 

 

Wir glauben, dass die Ungleichheiten und Krisen des Kapitalismus nicht innerhalb dieses Systems gelöst werden können und dass der Kapitalismus nicht das Wirtschaftssystem sein kann, das es allen Menschen weltweit ermöglicht, so gleichberechtigt und demokratisch wie möglich zu leben. Wir halten es daher für notwendig, dieses System und dessen alltägliche Auswirkungen zu kritisieren, und unterstützen Organisationen und Initiativen, die diese Kritik betreiben und/oder die Schäden des kapitalistischen Systems mindern.

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